Frankfurt am Main ist vor allem wegen seines Flughafens und als internationale Finanzmetropole und Messestadt bekannt.
Aber hinter der Skyline aus Hochhäusern verbirgt sich noch viel mehr, das durchaus wert ist entdeckt zu werden.
Der berühmteste Sohn der Stadt ist wahrscheinlich Johann Wolfgang von Goethe, der am 28. August 1749 in Frankfurt geboren wurde. Sein Geburtshaus fiel im Zweiten Weltkrieg zwar den Bomben zum Opfer, wurde aber originalgetreu wieder aufgebaut und rekonstruiert. Hier sind neben Goethes Studierzimmer auch Gemälde, Grafiken und Büsten zu sehen. Jedes Jahr kommen Hunderttausende von Besuchern aus der ganzen Welt um das Goethe-Haus zu besuchen.
Nachdem der Rat der Stadt Frankfurt im Jahr 1405 die beiden Häuser „Zum Römer“ und „Zum Goldenen Schwan“ erworben hatte, ist der „Römer“ das Rathaus Frankfurts. Aber der Römer war auch national von Bedeutung, denn hier wurden Vorverhandlungen zur Wahl deutscher Könige und Kaiser abgehalten und sogar die Nationalversammlung von 1848 sollte hier tagen, musste dann aber in die größere Paulskirche umziehen. Heute sind auf dem begehrten Balkon des Römers oft Fußballstars und andere Berühmtheiten zu sehen.
Seit dem 9. Jahrhundert finden auf dem Römerberg, der seinen Namen dem Römer verdankt und ehemals Samstagsberg hieß, Märkte und Messen statt. Früher war er auch Turnier- und Richtplatz und es fanden Kaiserwahlen und –krönungen statt. Im 16. Jahrhundert galt er sogar als schönster Platz im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Der Gerechtigkeitsbrunnen, der Justitia mit verbundenen Augen, Schwert und Waage zeigt, stammt aus dieser Zeit und war Frankfurts erster Springbrunnen.
Die Fachwerkhäuser auf dem Römerberg wurden 1986 nach historischen Plänen neu errichtet und Zeugen von Frankfurts stolzer Vergangenheit.
Die Paulskirche, in der dann 1848 die Nationalversammlung die erste demokratische Verfassung für Deutschland schuf, war erst 1833 als evangelisch-lutherische Hauptkirche der Stadt Frankfurt am Main geweiht wurden. In dem elliptischen Zentralbau aus Rotsandstein fanden auch nationale Gedächtnisfeiern statt.
Nach dem Krieg wurde die komplett zerstörte Paulskirche wiederaufgebaut und bereits 1948 anlässlich der 100-Jahrfeier der Nationalversammlung wieder eingeweiht. Neben der Dauerausstellung „Die Paulskirche. Symbol demokratischer Freiheit und nationaler Einheit“, finden im Obergeschoss staatliche oder städtische Veranstaltungen wie zum Beispiel die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels oder des Goethepreises der Stadt Frankfurt statt.
Der Kaiserdom Frankfurts ist strenggenommen kein Dom, denn er diente nie als Bischofskirche. Die Bezeichnung Kaiserdom erhielt die gotische Kathedrale St. Bartholomäus, da man hier seit 1356 Königswahlen abhielt und hier zwischen 1562 und 1792 zehn Kaiser gekrönt wurden. Sein heutiges Aussehen bekam der Dom, der der fünfte bekannte Bau an dieser Stelle nach einer 680 entstandenen merowingischen Kapelle ist, während der Restaurierungsarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg. Neben dem Inneren des Doms sind auch die Exponate aus dem Domschatz und Funde aus dem merowingischen Mädchengrab des 7. Jahrhunderts im Dommuseum sehenswert.
Der Turm mit seinen 324 Stufen kann von April bis Oktober bestiegen werden und bietet einen wunderbaren Blick über Frankfurt.
Außerdem einen Besuch wert sind unter anderem in Frankfurt die Alte Oper, ohne die das Kulturleben der Stadt undenkbar wäre, das Museumsufer mit seinen zahlreichen Museen, der Palmengarten und der Zoo.
Und wenn Sie erst mal ein schönes preiswertes Hotel in Frankfurt gefunden haben, sollten Sie auch Alt-Sachsenhausen einen Besuch machen und in einer der schmalen Sträßchen mit ihrem Kopfsteinpflaster, den Fachwerkhäusern und den Brunnen ein „Stöffche“, den berühmten Apfelwein trinken. Dazu bekommt man typische Frankfurter Spezialitäten wie Rindfleisch mit Grüner Soße oder Handkäs‘ mit Musik.
Es verschiedene Ermäßigungskarten, wie zum Beispiel die Frankfurt Card für Busse und Bahnen, um die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten besser kennenlernen zu können.
Und auch die Anreise nach Frankfurt am Main ist kein Problem, befinden sich hier doch Europas zweitgrößter Flughafen und Deutschlands verkehrsreichster Bahnhof. Aber auch mit dem Auto gelangt man über das Frankfurter Kreuz gut nach Frankfurt.























