Von Idriss I. im Jahre 789 bereits gegründet, erfolgte die eigentliche Gründung von Fès im Jahre 808 durch dessen Sohn Idriss.
Das zur damaligen Zeit als modern geltende Fès steht seit 1976 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Karaouyine ist nach der Azhar-Universität in Kairo die zweitwichtigste islamische Universität und macht Fès zum religiösen Zentrum von Marokko.
Fès besteht aus dem alten Fès, dem Fès-el-Bali, dem neuen Fès, Fès-el-Djedid, und der Neustadt, Ville Nouvelle, die während des Protektorats der Franzosen entstand. In den zahlreichen kleinen Gassen der Altstadt sollte man auf einen Führer nicht verzichten, da es schwer ist sich zu orientieren. Hier liegen die Souks und fast alle historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten.
Absolut sehenswert in Fès sind die Viertel der Zünfte, denn die Handwerkskünste sind in Fès noch überall vertreten. Das Treiben in den Souks zieht Besucher schnell in seinen Bann.
Auch ein Ausflug in die Ruinenstadt Volubilis und ins nahe Meknès ist lohnenswert. Von Volubilis wird angenommen, dass es die sagenumwobene Hauptstadt des Berber-Königreiches Mauritania war. Bewiesen ist diese Theorie jedoch nicht. Nach den Römern kamen die Araber nach Volubilis. Die Stadt behielt aber ihre römische Prägung bei und wurde im 18. Jahrhundert nach der Zerstörung durch ein Erdbeben verlassen.
Meknès ist eine weitere der Königsstädte und stark geprägt durch die Herrschaft des „Sonnenkönigs“ Moulay Ismail. So sollten sie auch das Mausoleum des Sonnenkönigs unbedingt besuchen. Er wurde übrigens wegen seiner Freundschaft zum französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. auch Sonnenkönig genannt und Meknès verdankt seinem ausschweifenden Lebensstil seinen Palastbezirk mit den zahlreichen Palästen und Prachtbauten.
Von Fès geht es dann entlang des mittleren Atlas nach Beni Melal, wo man in herrlicher Landschaft die Quelle des Ain Asserdoun besichtigen kann. Eine wunderbare Aussicht auf Beni Melal mit seinen Obstgärten hat man von Ras-el-Ain aus.
Es geht weiter nach Marrakesch, der wohl außergewöhnlichsten Stadt Marokkos. Zwischen dem Souk und der Koutoubia Moschee liegt das Zentrum Marrakeschs, der riesige „Djemma el Fna“ Platz, der Platz der Geköpften. Hier geben hunderte Händler, Wahrsager, Gaukler und Schlangenbeschwörer jeden Tag ihre Vorstellung, allerdings gibt es hier auch Betrüger und Taschendiebe. In dem engen Gewirr der Gassen des Souks mit seinen vielen Menschen und den unvergleichlichen Gerüchen, sollte man sich einfach treiben lassen, da man als Fremder unweigerlich die Orientierung verliert.
Gut erkunden lässt sich die große Stadt Marrakesch am besten mit einer Pferdekutsche oder mit einem gemieteten Fahrrad. Ein Muss auf einer Besichtigungstour sind die berühmten Saadischen Gräber, die zahllosen Paläste, die wie der El Bahia-Palast aus 1001 Nacht zu stammen scheinen, die kleinen Museen und auch die wunderschönen Gärten der Stadt. Im „Jardin Majorelle“ kann man sich gut vom bunten Treiben der Stadt erholen und einfach die Zeit genießen.
Ein Erlebnis ist auch ein Ausflug ins Ourika-Tal, dessen Landschaft geprägt ist von rauschenden Bächen, Obst- und Nussbäumen. Hier kann man in einem Berberdorf an einer traditionellen Teezeremonie teilnehmen und die andere Seite Marokkos kennenlernen. Hier kann man in einem Berberdorf an einer traditionellen Teezeremonie teilnehmen und die andere Seite Marokkos kennenlernen.
Weiter geht es dann in das Küstenstädtchen Essaouira mit dem malerischen Fischerhafen, in dem der Strand zu einem Bad im Atlantik einlädt, und das zur Heimat für viele Künstler und Handwerker geworden ist. Orson Welles drehte hier seinen Film „Othello“. Sehenswert ist neben dem Hafen auch die Befestigungsanlage mit ihren alten Kanonen.
Am Ende der Rundfahrt geht es dann entlang der Küste zurück zum Ausgangspunkt Casablanca.



