Eine Reise in den Lake District

Der Lake District ist eine der beliebtesten Ferienregionen in Großbritannien und wohlbekannt für seine Seen und Berge.

Es ist Englands größter Nationalpark mit Englands höchstem Berg, dem Scafell Pike, und Englands tiefsten See, dem Wastwater.

Lake District © flickr/Draco2008

Wenn Sie möchten, können Sie einfach auf einen Berg steigen und den atemberaubenden Ausblick genießen. Schon dies allein wird Ihnen wohl zu einer anderen Lebensperspektive verhelfen, aber es gibt natürlich im Lake District noch mehr Dinge die man tun kann.

Wussten Sie,  dass trotz des Namens Lake District nur einen „Lake“ in der Region gibt? Es ist der Bassenthwaite Lake. Die anderen sind „meres“, „waters“, „tarns“ oder „reservoirs“. Die Form des Lake District ist ein Resultat vor allem der letzten Eiszeit. Während ihr sind die u-förmigen Täler entstanden in denen sich nun meist Seen befinden.

Durch die Verbindung des bekannten britischen Dichters William Wordsworth und den „Lake Poets“ zum Lake District, wurde dieser schon relativ früh ein beliebtes Reiseziel. Und auch wenn die Straßen zu der Zeit immer besser wurden, stieg die Zahl der Besucher von Keswick dramatisch an, als die Cockermouth, Keswick & Penrith Eisenbahnlinie gebaut war. So wurde aus dem kleinen Marktflecken ein geschäftiges Touristenstädtchen, das viel zu bieten hat.

Ungefähr 2,5 Kilometer südöstlich von Keswick befindet sich der Castlerigg Stone Circle auf einem  natürlichen Plateau von dem man einen wunderbaren Rundumblick auf die umgebenden Berge hat. Der Steinkreis besteht aus 38 frei stehenden Steinen die aus einer Zeit vor 4000-5000 Jahren stammen. Es ist nicht klar, ob der Steinkreis ein Versammlungsort war oder für religiöse Zeremonien genutzt wurde.

Bowness on Windermere ist ein Ort, den man leicht von der M6 oder A590 erreichen kann und hier bekommt man auch Unterkünfte in allen Preiskategorien. Vor dem Bau der Eisenbahn im 19. Jahrhundert war Bowness nur ein kleines Fischerdorf, aber mit der Eisenbahn kamen auch die Besucher und noch viele Victorianische Gästehäuser erinnern an diese Zeit. In dem Dorf kann man außerdem zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants finden. Im Hochsommer ist hier immer viel los und auf dem See kann man Boote aller Art mieten oder auch eine Fahrt mit den historischen Schiffen Swan, Teal und Tern machen die 1938, 1936 und 1891 gebaut wurden.

Oder gehen Sie auf „Kreuzfahrt“ mit den Ullswater Dampfschiffen, den „Ullswater Steamers“, die seit 150 Jahren auf dem See fahren. Man kann gut eine Schiffsfahrt mit einer Wanderung in der Gegend verbinden. Hier gibt es mehr Information zu den Ullswater Steamers.

Wer es sportlicher mag, kann Kanu oder Kajak fahren. Entweder auf den Stromschnellen des Brathy oder eher gemütlich auf dem Coniston Water.

Ein weiterer schöner Sport, dem man im Lake District nachgehen kann, ist das Fischen. Es gibt hier zahlreiche gute Angelmöglichkeiten und auch zahlreiche Fischarten wie Hecht, Karpfen, Schleie, Brachse, Döbel oder Äsche.

Besucher die den Lake District von oben sehen möchten, ohne einen Berg besteigen zu müssen, können entweder eine Ballonfahrt machen oder auch einen Rundflug mit dem Hubschrauber. Beides sind spektakuläre Wege, die Gegend zu erkunden.

Und weil es im Lake District doch öfter mal regnet, hier noch ein paar Tipps für Tage an denen die Sonne mal nicht scheint:

Sicherlich ist das Aquarium in Lakeside interessant, um das Leben im Süßwasser besser kennenzulernen. Man kann sogar mit der Haverthwaite Dampfeisenbahn dort hin fahren.

Das Blackwell Arts and Crafts House wurde von Mackay Hugh Baillie Scott zwischen 1898 und 1900 entworfen und ist ein wunderbares Beispiel der  Architektur der „Arts and Crafts“ Bewegung. Das erst vor kurzem restaurierte Gebäude ist an sieben Tagen der Woche geöffnet.

Im Cars oft he Stars Museum in Keswick sind neben den James Bond Fahrzeugen auch noch das Auto der Familie Feuerstein und viele andere zu sehen. Ein Muss für Autofans. Mehr Informationen dazu gibt es auf www.carsofthestars.com.

Windermere © flickr/Video4net

Im Cumberland Pencil Museum in Keswick kann man nicht nur den ersten Bleistift überhaupt, sondern auch den größten der Welt bewundern. Hier gibt es auch ein breites Angebot für Kinder, so dass es ein perfekter Familienausflug werden kann.

Ein Muss nicht nur für Fans von „Dick und Doof“ ist das weltbekannte Laurel and Hardy Museum in Ulverston im Südwesten des Lake Districts. Hier wurde Stan Laurel 1890 auch geboren.

Und wenn die Sonne dann wieder scheint, wie wäre es mit einer kleinen Wanderung? Der Lake District hat für jeden etwas zu bieten. Angefangen bei kurzen Spaziergängen hin zu längeren und auch geführten Wanderungen. Eine etwas längere Wanderung wäre der Cumbria Way, auf dem man auf über 100 Kilometern von Ulverston im Süden Cumbrias bis nach Carlisle im Norden mitten durch den Lake District wandern kann.

Natürlich ist dies nur ein Teil dessen, was der Lake District zu bieten hat. Machen Sie sich auf und erleben sie diese faszinierende Landschaft einfach selbst.

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