Kent, der Garten Englands

Dort wo man ankommt, wenn man durch den Eurotunnel fährt befindet sich die englische Grafschaft Kent, auch „Garden of England“, Garten Englands genannt.

Kent liegt im äußeren Südosten Englands und die berühmten Kreidefelsen von Dover sind bei gutem Wetter bis nach Frankreich zu sehen.

Die weit und offene Landschaft, die Kent den Beinahmen Garden of England einbrachte, ist wirklich vielseitig. Neben Lavendelfeldern, Hopfenfeldern und Obstgärten gibt es Blumen S, Schmetterlinge und seltene Orchidee zu sehen. Aber auch Wälder gibt es in Kent. Sogar mehr alten Waldbestand als sonst irgendwo in England. Hier kann man einen Eindruck davon bekommen wie die englischen Wälder nach der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren ausgesehen haben mögen. Einzigartig ist auch die Romney Marsh, das dünnbesiedelte Marschland, das bis in die Grafschaft Sussex reicht und teilweise unter Meereshöhe liegt.

Neben Marschland gibt es hier auch 12 mittelalterliche Kirchen und 3 Kirchenruinen.

Maidstone die Hauptstadt der Grafschaft Kent verbindet Geschichte mit Kunst, Kultur, Einkaufsmöglichkeiten und Vergnügungsstätten. Sehenswert sind das Maidstone Museum, die Bentlif Art Gallery, das Maidstone Carriage Museum mit der einzigartigen Sammlung alter Pferdewagen und Kutschen und auch der Millennium River Park, der sich über 10 Kilometer entlang des Flusses Medway erstreckt.

Margate ist ein typisch englisches Seebad mit den typischen englischen Attraktionen, die in einem solchen Ort nicht fehlen dürfen. Es gibt Fish & Chips, Zuckerwatte, Geldspielautomaten und natürlich auch einen Vergnügungspark. Seit 250 Jahren ist Margate ein führendes Seebad vor allem für Besucher aus London. Sehenswert neben der Promenade und dem kleinen Hafen sind die Shell Grotto, deren Wände und Decke mit mehr als vier Millionen Muscheln dekoriert wurden, das Tudor Haus aus dem 16. Jahrhundert, die großen Crescents aus dem 19. Jahrhundert und der Clock Tower, der zum Diamantenen Jubiläum Queen Victorias im Jahr 1897 erbaut wurde. Natürlich hatte Margate auch einen typischen Pier, ohne den ein englisches Seebad nicht auskommt. Er wurde allerdings in einem schweren Sturm im Jahr 1978 zerstört.

Bekannt vor allem wegen der Kreidefelsen, der White Cliffs, ist Dover. Schon zur Zeit der Römer war hier ein wichtiger Hafen und die Römer hatten hier auch ihre britannische Flotte stationiert. Seit 1050 gehörte Dover dem Bündnis „Cinque Ports“ an, einem Zusammenschluss der wichtigsten Seehäfen des Landes. Oberhalb der Kreidefelsen liegt Dover Castle, das schon immer eine große Bedeutung bei der Verteidigung Englands hatte.
Neben Dover Castle sind auch Deal und Walmer Castle zu nennen, die einen Besuch wert sein.

Ein Muss bei jedem Besuch Kents  ist auch Canterbury mit seiner berühmten Kathedrale. Der Name Canterbury leitet sich vom altenglischen Cantwaraburig ab und bedeutet „Burg der Leute von Kent“.
Die Kathedrale von Canterbury hat die Form eines erzbischöflichen Doppelkreuzes und der älteste Teil geht auf das Jahr 1070 zurück. Berühmt wurde die Kathedrale durch den Mord an Thomas Becket im Jahre 1170.
Auch wenn Canterbury während des Zweiten Weltkrieges stark beschädigt wurde, so sind doch viele historische Bauwerke erhalten geblieben, die den mittelalterlichen Charakter des Stadtkerns bewahren.

Ein weiterer der historischen Cinque Ports ist Hythe.  Lohnenswert ist hier eine Fahrt mit der Romney, Hythe and Dymchurch Railway. Sie ist die kleinste öffentliche Eisenbahn der Welt mit einem Drittel der normalen Spurbreite.

Einige der am besten erhaltenen mittelalterlichen Häuser Großbritanniens findet man in Sandwich.  Hier kann man sich auf eine Reise in die Vergangenheit begeben und bei einem Spaziergang entlang des Flusses Ruhe und Erholung finden. Neben feinen Restaurants gibt es hier auch ausgesuchte Läden. Bei einem Rundgang durch die historischen Straßen sollte auch ein Besuch einer der zahlreichen Tearooms auf dem Programm stehen.

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