Wer jetzt unter den heißen Temperaturen leidet, wünscht sich vielleicht nach Alaska mit seinem subpolaren Klima.
Gerade Naturfreude werden in der abwechslungsreichen Landschaft mit Wäldern, Bergen und Seen auf ihre Kosten kommen. Die beste Reisezeit nach Alaska ist zwischen Anfang Juli und Mitte August und dann kann man auch die bekanntesten Nationalparks besuchen. Aber auch im Mai und September ist es meist noch recht mild und die Preise sind etwas niedriger.
Alaska ist nicht nur der größte Staat der USA, es hat auch besonders viel zu bieten. Hier gibt es neben Fjorden, Gletschern, Wäldern und Tundren auch Seen und Flüsse und natürlich hohe Berge.
Und auch die Tierwelt ist vielfältig. Man kann Eisbären Grizzlys und Kodiak Bären genauso sehen wie Walrosse, Robben, Wale, Seeotter, Karibus, Elche und Wölfe. In den Flüssen befinden sich auch Lachse und Forellen.
Die Hauptstadt Alaskas Juneau befindet sich mitten zwischen Gletschern und Fjorden und ist ein guter Startpunkt für Ausflüge zum Glacier Bay National Park und zu anderen Gletschern. Neben Gletschern gibt es in der Region auch 32 Goldbergwerke. Die 1894 erbaute orthodoxe St. Nicholas-Kirche ist die älteste original russische Kirche von Southeast Alaska.
Die wirtschaftlich wohl wichtigste Stadt Alaskas ist Anchorage und von dort aus kann man auch überall hin gelangen. Die meisten längeren Strecken werden in Alaska wohl mit dem Flugzeug zurückgelegt, da es zu Fuß oder mit dem Hundeschlitten zu lange dauern würde und die Straßen für Autos oft nicht passierbar sind. In der Stadt selbst finden Besucher gute Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten und auch viele Sportereignisse finden dort statt. 2002 erhielt Anchorage den Titel „All American City“.
Nicht weit von Anchorage entfernt liegt der Denali Nationalpark mit dem höchsten Berg Nordamerikas, dem Mt. McKinley (6.195 m). Healy, Cantwell oder Talkeetna sind Ausgangspunkte für viele Wanderer, Wildwasserfahrer und Bergsteiger, die die Gegen um den Mt. McKinley erkunden möchten. Der Nationalpark im Inneren Alaskas hat eine Größe von 24.000 Quadratkilometern und gilt als das größte geschützte Ökosystem der Welt. Hier kann man neben 750 verschiedenen Pflanzenarten, 39 Säugetier- und 10 Fischarten auch 165 Vogelarten beobachten. Häufigste Vertreter sind Grizzlys, Karibus, Elche und Dall-Schafe. Der Denali Nationalpark ist mit dem Auto oder Zug gut von Anchorage oder Fairbanks zu erreichen.
Der Kenai Fjords Nationalpark kann mit einer Vielfalt an Tieren aufwarten und mit ein bisschen Glück kann man nicht nur Elche und Bären sondern auf Bootstouren zur Gletscherbeobachtung auch Seeotter, Seelöwen, Wale und Robben sehen. Der Exit-Gletscher ist ein 800 Meter breiter Eisstrom und bildet den am leichtesten zugänglichen Teil des Nationalparks. Der Kenai Fjords Nationalpark liegt ungefähr 210 Kilometer südlich von Anchorage auf der Kenai Halbinsel in der Nähe der Stadt Seward. Von hier aus lassen sich auch die meisten Aktivitäten im Nationalpark und lizensierte Führer gebucht werden.
Sitka, auf der Baranof-Insel gelegen, war einst die Hauptstadt Russisch-Alaskas und hier ist auch der russische Einfluss heute noch spürbar. Die St. Michael’s Kathedrale war die erste russische Kirche in Amerika und wurde zwischen 1844 und 1848 gebaut. Sie bildet mit ihren Goldkuppeln und Goldkreuzen den Mittelpunkt Sitkas. Und immer wenn Kreuzfahrschiffe im Hafen liegen führen die New Archangel Dancers authentische russische und ukrainische Tänze vor.
Der Sitka National Historical Park ist ein Totem Park und informiert seine Besucher über die indianische und russische Geschichte anhand von Totempfählen, einer Festung und einem Schlachtfeld aus dem Jahre 1804.
Wer sich für die einheimische Kunst interessiert kann im Alaska Indian Cultural Center den Künstlern bei der Arbeit zusehe.
Das erste Betongebäude Alaskas, das Sheldon Jackson Museum zeigt die weltweit schönsten Sammlungen indianischen Kunsthandwerks und informiert außerdem über die Geschichte des Landes.



