Guernsey, das heißt schroffe Felsen, üppige Gärten und fischreiche Gewässer.
Die Hauptstadt von Guernsey, der zweitgrößten der Kanalinseln, ist St. Peter Port mit Cornet Castle oberhalb der Stadt. Seit 1204 gehören die Kanalinseln zur britischen Krone. Sie sind aber kein Teil Großbritanniens, sondern unterstehen direkt der Königin in ihrer Eigenschaft als Herzogin der Normandie.
Guernsey ist ideal für Wanderer, denn es gibt zahlreiche Wanderwege oberhalb der Klippen und dazwischen immer wieder Badestrände. Durch den Golfstrom ist das Klima gemäßigt, und man kann bis in den September hinein baden.
Rund um die Inseln sind die Gewässer auch noch nicht so überfischt wie an anderen Orten, so dass es viel frischen Fisch und Krustentiere gibt. In St. Peter Port ist das „La Nautique“ bekannt für seine gute Fischküche und die gehobene Qualität. Wer es lieber einfacher und natürlich auch günstiger mag, wird sicherlich am Hafen das Richtige finden.
In den lebhaften Gassen in St. Peter Port kann man in den vielen Geschäften all das bekommen, was es auf dem Festland auch gibt. Das Einkaufen lohnt sich besonders bei Elektronik und Fotoartikeln, sowie bei Parfüm und Schmuck, da die Zollsätze auf der Insel sehr niedrig sind. Im Old Quarter kann man nach Antiquitäten Ausschau halten.
Da Guernsey ein wahres Steuerparadies ist, gibt es auch keine Armut. Seit den 1970er Jahren gibt es weder Mehrwert- noch Erbschafts- oder Kapitalertragssteuer und die Einkommensteuer wurde auf 20 Prozent herabgesetzt. Die Inseln unterstehen weder der britischen Steuergesetzgebung noch gehören sie zur EU.
Die Gebäude in St. Peter Port spiegeln eine faszinierende Stilmischung aus georgianischem und Regency- Stil sowie französischen Elementen wieder. Stufenförmig angelegte Gärten und zahlreiche Terrassen runden das Stadtbild ab. Wer gerne badet kann dies in einem der Meerwasserschwimmbädern am Stadtrand von St. Peter Port unabhängig von Ebbe und Flut tun. Der Tidenhub ist mit 12 Metern der zweithöchste auf der Welt und wohl auch mit verantwortlich dafür, dass die Gewässer rund um die Inseln noch nicht so überfischt sind. Abhängig vom Wasserstand kann nämlich nicht immer gefischt werden.
Castle Cornet wacht seit annähernd 8 Jahrhunderten über die Stadt St. Peter Port. Im Castle geben drei Museen über die Geschichte Guernseys und St. Peter Ports Auskunft. Sehenswert sind auch die vier Burggärten von denen man auch einen schönen Ausblick auf die Stadt hat.
Wer sich für die Zeit der Deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs interessiert, sollte das German Occupation Museum besuchen. Direkt zu Beginn des Krieges mit England 1941 wurde Guernsey von der Wehrmacht besetzt und dies blieb auch bis zum Ende des Krieges im Mai 1945 so.
Die Little Chapel in St. Andrews ist die kleinste Kirche der Welt und eine Nachbildung der Wallfahrtskirche von Lourdes. Sie ist innen und außen komplett mit Muscheln und Porzellanscherben verziert.
Orchideenliebhaber sollten zwischen Mitte Mai und Mitte Juni die Bridget Ozanne Orchid Fields besuchen. Hier gibt es neben Orchideen auch noch zahlreiche andere Arten zu bewundern. Es werden extra Pfade rund um die Orchideenfelder gemäht, dass man die Pflanzen gut fotografieren kann.
Von Guernsey aus sollte man auch Ausflüge nach Herm und Sark unternehmen. Auf Herm können Besucher auf 4 Kilometer Klippenpfaden oberhalb der Klippen die Insel umwandern und haben immer einen schönen Ausblick. Stärken kann man sich in der Mermaid Tavern oder man speist im vornehmen White House Hotel.
Auch Sark, die Insel auf der es keine Autos gibt, ist leicht mit der Fähre von Guernsey aus zu erreichen. Am besten erkundet man die Insel mit dem Fahrrad, das natürlich vor Ort gemietet werden kann, oder man macht eine Kutschfahrt über die Insel.


