Gestern wurde von Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Kulturminister Frédéric Mitterrand das Centre Pompidou Metz eingeweiht.
Die Zweigstelle des Centre Pompidou in Paris soll den Aufschwung nach Metz und Lothringen bringen. Die einst mächtige und reiche Region ist stark von der Kohle-, Stahl- und Textilkrise mitgenommen.
Im Centre Pompidou Metz wird nun nach siebenjähriger Planungs- und Bauphase in dem rund 70 Millionen Euro teuren Bau auf mehr als 10.000 Quadratmetern zeitgenössische und moderne Kunst gezeigt. Die Exponate für die Ausstellungen kommen alle aus dem Centre Pompidou in Paris, da es in Metz keine eigenen Sammlungen gibt. Allerdings werden die Ausstellungen aus Paris nicht einfach übernommen, sie werden eigens für das Metzer Centre gestaltet.
Die Eröffnungsausstellung bestehend aus rund 700 Exponaten heißt Chefs-d’oeuvre? Meisterstücke?.
Schon von außen fällt das Museumsgebäude durch die interessante Dachkonstruktion auf. Das Dach sieht aus wie eine Welle oder ein vom Himmel gefallenes Segel und die Architekten Shigeru Ban und Jean de Gastines ließen sich hier von einem chinesischen Hut inspirieren. Die teflonbeschichtete Glasfibermembran der Dachkonstruktion vermittelt Eleganz und Leichtigkeit.
Die drei Ausstellungssäle des Centre Pompidou Metz sind in rechteckigen „Schachteln“ untergebracht, die in verschiedene Richtungen weisen.
Noch bis zum 16.05.2010 ist der Eintritt zum Centre Pompidou Metz im Rahmen der Eröffnung frei. Und am Wochenende vom 15.-16. 05.2010 gibt es sogar Tag und Nacht festliche Veranstaltungen. So nimmt das Centre am Samstag an der 6. Langen Nacht der Museen teil und wird für das Publikum bis ein Uhr nachts geöffnet sein. Das Programm verspricht sowohl künstlerisch als auch festlich zu sein.
Von Paris aus ist Metz übrigens leicht in rund 90 Minuten mit dem Zug zu erreichen.


Schön, da hat man es doch von Deutschland aus nicht mehr so weit, um die schönen Werke zu sehen.