Gerade im Frühling wenn es noch nicht so heiß ist, ist es in Südtirol wunderschön.
Die „Autonome Provinz Bozen-Südtirol“, wie sie offiziell auf Deutsch heißt, ist im Gegensatz zu den anderen italienischen Provinzen, wie schon der Name sagt, autonom. Neben Italienisch und Deutsch wird hier auch noch Ladinisch gesprochen.
Ein Wahrzeichen Südtirols, das man unmöglich übersehen kann, sind die Dolomiten, auch bekannt als die „bleichen Berge“. Vor rund 250 Millionen Jahren waren an Stelle der heutigen Dolomiten noch Korallenriffe, die heute als Teil der Alpen in Form von weißen Felstürmen aufragen. Die Felsformationen sind allerdings recht vielfältig, sie reichen von Tafelberg-Formationen wie beim Schlern- und Stella-Massiv über Hochflächen wie die Seiser Alm bis zu den bizarren Felsformationen der Drei Zinnen oder des Rosengartens. Im Winter kann man hier gut Ski fahren und den Rest des Jahres über wandern.
Ein besonders schönes Reiseziel im Frühling ist Meran mit seinem mediterranen Klima. Hier können Sie Schlösser und Burgen vor der Kulisse der schneebedeckten Dreitausender bewundern.
In der Stadt zeugt die Jugendstilarchitektur des Kurhauses und vieler Villen von seiner Beliebtheit während der K.u.K.-Zeit. Vor allem der Hochadel aber auch viele Künstler waren hier zu finden. Bereits während des Habsburgerreiches war Meran eine Hochburg des Tourismus und wegen des milden Klimas, das sich positiv auf die Heilung von Lungenleiden auswirkte, auch bei Ärzten beliebt.
1310 wurde Meran die Hauptstadt der Grafschaft Tirol. Die Grafen von Tirol residierten im Schloss Tirol oberhalb von Meran gelegen.
Von Meran führt der Sissiweg, benannt nach der österreichischen Kaiserin, in 20 Minuten zum Schloss Trauttmansdorff, das heute das Tourismusmuseum beherbergt. Bemerkenswert ist der Prachtgarten, der das Schloss umschließt. Von einer Aussichtsplattform des Designers Matteo Thun aus hat man einen wunderbaren Blick über den Garten und auf die Alpen.
Sollte das Wetter mal nicht so gut sein, bieten sich das Kunsthaus mit seiner modernen Kunst und das Frauenmuseum mit einer ebenfalls beeindruckenden Sammlung an. Zur Erholung kann man dann einen Besuch in der neuen Designtherme im Herzen Merans einplanen.
Alle zwei Jahre findet im Frühjahr auch die Meranflora, die Blumenschau, statt. Im September locken die Meraner Musikwochen.
In Schloss Tirol in Dorf Tirol befindet sich heute das Museum für Kultur- und Landesgeschichte. Von Tirol hat man außerdem einen wunderbaren Blick über Meran.
Bozen ist die Hauptstadt der Provinz und wurde während der Zeit des Faschismus industrialisiert und auch stark italienisiert. Es gibt eine „deutsche“ Altstadt und einen neueren italienischen Teil, der während des Faschismus angelegt wurde. In dem neuen Teil mit seiner rationalistischen Architektur ist alles wesentlich italienischer als in der Altstadt mit dem Obstmarkt, den Lauben und den einstigen Handwerkergassen.
Aber die Städte sind natürlich nicht alles, was Südtirol zu bieten hat. Ganz besonders schön ist die Natur und die bezaubernden Dörfer in den unzähligen Tälern.
Und auch kulinarisch hat Südtirol so einiges zu bieten. Hier gibt es eine Mischung aus mediterraner und alpenländischer Küche. Spezialitäten die Sie auf alle Fälle probieren sollten sind der Südtiroler Speck, das Schüttelbrot und der Graukäse.



