Mallorca

Mallorca ist die größte spanische Insel und liegt im Mittelmeer. Ihre Hauptstadt Palma ist auch die Hauptstadt der balearischen Inseln.

Mallorca ist bei den meisten Europäer immer noch das beliebteste Reiseziel. Das ist auch ein Grund weshalb während des Sommers immer wieder günstige Mallorca Last Minute Reisen angeboten werden. Mallorca hat aber auch eine interessante Geschichte aufzuweisen:

Archäologische Funde zeigen, dass schon während der Steinzeit etwa 6000-4000 v. Chr. Siedler auf der Insel gelebt haben. Von den Römern wurde Mallorca 123 v. Chr. besetzt. Unter der römischen Herrschaft entstanden die Städte Pollentia (Alcúndia) und Palmaria (Palma) und die Insel blühte auf.

Das warme Klima Mallorcas hat schon immer Fremde angezogen. Früher waren es Römer, Araber und natürlich Europäer, die alle Ihre Spuren auf der Insel hinterließen. Heutzutage sind es zumeist Touristen.

Falls Sie sich für Geschichte interessieren, sollten Sie Alcúndia besuchen. Die Stadt wurde auf den Überresten einer römischen Siedlung errichtet und noch immer sind Reste von römischen Häusern und dem Amphitheater zu sehen. Das heutige Alcúndia ist eine gut restaurierte Stadt mit einer Stadtmauer. Die Römer machten Allcúndia zu ihrer Hauptstadt und nannten es Pollentia, was Kraft bedeutet. Im 6. Jahrhundert wurde es von den Vandalen zerstört und als Alkundia (der Stadt auf dem Hügel) von den Mauren wieder aufgebaut. Die Stadtmauern wurden nach der spanischen Eroberung im 14. Jahrhundert gebaut. Das Wahrzeichen der Stadt ist eines der zwei Stadttore, das Portal de Moll, mit seinen zwei Türmen und den zwei großen Palmen davor.

Formentor©flickr/Florin Draghici

Der nördlichste Punkt Mallorcas ist Cap de Formentor. Hier auf der Halbinsel hat man tolle Strände, eine wunderschöne Aussicht und das original Luxushotel der Insel. Die Felsformationen und Klippen sind Brutplatz für viele Seevögel und selbst die Palmen scheinen direkt aus dem Fels zu wachsen.

Castell d’Alaro ist eine Ruine aus maurischen Tagen. Die Araber waren in der Lage diese uneinnehmbare Festung noch zwei Jahre nach der christlichen Eroberung zu halten.
1258 verteidigten zwei Helden der mallorquinischen Unabhängigkeit, Cabrit und Brassa, die Festung gegen Alfonso III. von Aragon. Nachdem Alfonso III. die Festung letztendlich im Sturm genommen hat, wurden die zwei Männer bei lebendigem Leib am Spieß verbrannt, weil sie Alfonsos Namen mit dem eines lokalen Fisches, dem Anfos, vertauscht hatten. Sie wurden nicht müde zu rufen: „Wir wollen unseren Anfos gegrillt.“
Die heutigen Ruinen des Kastells stammen aus dem 15. Jahrhundert und dominieren die Landschaft. Sie scheinen direkt aus dem Fels zu wachsen.

Zum Castell d’Alaro hinaufzusteigen ist eine der beliebtesten Wanderungen auf Mallorca. Es dauert ungefähr zwei Stunden und wer auf seiner Wanderung lieber alleine ist, sollte nicht gerade an einem Sonntag hinaufsteigen. Die Festung liegt auf etwa 800 Metern Höhe und von dort hat man eine großartige Aussicht über das Meer und die gesamte Ebene bis nach Palma.

Die Coves d’Artà sind Tropfsteinhöhlen mit faszinierenden Stalagmiten und Stalagtiten und sind schon seit Jahrhunderten bekannt. Während der Eroberung durch die Christen hatten sich hier 2.000 Araber mit ihrem Vieh versteckt. Später wurden sie von Eremiten, Schmugglern und Piraten genutzt. Heute sind sie eine Touristenattraktion und Führungen, teilweise mit Spezialeffekten, werden angeboten.  Eine der Höhlen, genannt der „Saal der Säulenkönigin“, ist so groß wie das Schiff der Kathedrale von Palma und die Säulenkönigin ist eine Stalagmite mit eine Höhe von 22 Metern. Sie könnte fast eine gotische Säule sein.

La Seu©flickr/Gert Mewes

Die Kathedrale von Palma La Seu ist eine wunderschöne gotische Kathedrale, deren Sandsteinwände direkt aus dem Meer zu wachsen scheinen. Sie wird auch der Ruhm von Palma genannt und ist eine Demonstration der Macht der christlichen Eroberer. Es wird erzählt, dass, als Jaume I. nach Mallorca segelte, ein Sturm aufkam und er gelobte eine große Kirche zu bauen um die Jungfrau zu ehren. Am Neujahrstag 1230, einen Tag nach dem Fall Palmas, wurde symbolisch der Grundstein auf dem Gelände der Hauptmoschee der Stadt gelegt. Es dauerte ganze 400 Jahre bis 1601 um die Kathedrale zu bauen.

1851 wurde die Westfassade durch ein Erdbeben zerstört. Von 1904 bis 1914 hat Antonio Gaudi wichtige Restaurierungsarbeiten an der Kathedrale vorgenommen. Er versetzte das Chorgestühl vom Mittelschiff näher an den Altar und erneuerte den Stuhl des Bischofs. An den Säulen befinden sich Leuchter von Gaudi und das umstrittenste seiner Werke ist die unvollendete Dornenkrone aus Pappe und Kork. Nach einem Streit mit seinem Auftraggeber stellte er die Arbeiten jedoch ein. Das Rundfenster ist eines der größten der Welt mit einem Durchmesser von gut 12 Metern. Die Rosette besteht aus 1.236 Stücken farbigen Glases.
Bei einem Gang rund um die Kathedrale sollte der Besucher auch das Portal de Miradon anschauen. Das Portal aus dem 15. Jahrhundert von Guillem Sagrera zeigt Szenen des letzten Abendmahls.

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