Texel, Vlieland, Terschelling, Ameland, Schiermonnikoog und Rottumeroog sind die Wattinseln der Niederlande.
Sie alle bieten breite Sandstrände und eine unglaubliche Dünenlandschaft. Nicht nur für die Niederländer zählen diese Inseln zu einem beliebten Frühjahrs- und Sommerziel. Die Reederei Wagenborg bringt sie von Insel zu Insel und vom Festland direkt nach Ameland und Schiermonnikoog.
Texel ist die größte der Wattinseln. Ecomare ist der Höhepunkt schlechthin, eine Seehundeaufzuchtstation mit einer festen Seehundgruppe. Um 11 und 15 Uhr werden die Seehunde gefüttert und die Infos über das Leben der Tiere gibt es direkt von den Tierpflegern.
Auch hat das Ecomare einen echten Mammut-Backenzahn ausgestellt, den man auch anfassen darf. Ein besonderes Erlebnis ist auch das unterirdische Meeresaquarium mit Wassersaal. Fast ganz Texel mit seinen sieben Dörfern ist ein Nationalpark. Also steht Wanderfreudigen viel unberührte Natur mit Dünen, Heide, Wald, Polder und auch Hügeln zur Verfügung und für Sonnenanbeter und Wasserratten gibt es sage und schreibe 30 Kilometer Sandstrand. Da findet jeder seinen Platz. Die Umwanderung Texels ist schon eine Herausforderung, da 80 Kilometer geschafft werden müssen. An einigen Strandabschnitten kann man auch Drachenfliegen und Strandsegeln.
Vlieland ist fast autofrei und somit das Richtige für all jene, die Ruhe und Abgeschiedenheit suchen. Der moderne Yachthafen, viele Geschäfte, erstklassige Gastronomie stehen da in keinem Gegensatz, denn all das befindet sich in einem einzigen Dorf Oost-Vlieland, sodass man das gut trennen kann. Dieses Dorf gibt es bereits seit mindestens 1245, und viele historische Gebäude sind heute noch erhalten. Für sportliche und Naturfreunde gibt es auch auf der am weitesten vom Festland entfernten Wattinsel vieles zu unternehmen wie Reiten, Windsurfen, Drachenfliegen und sogar Hochseefischen. Die ausgedehnten Nadel- und Laubwälder, eingebettet in Dünen, Salzwiesen, Watt und Strand sind auch eine Besonderheit und bieten Wanderern und Radlern viel Abwechslung.
Terschelling mit dem 400 Jahre alten Leuchtturm De Brandaris heißt seine Gäste schon von weitem willkommen. Auf Terschelling brummt das Leben! Zahllose Einkehrmöglichkeiten, Cafes und Kneipen, Veranstaltungen aller Art das ganze Jahr über, garantieren einen spannenden Urlaub. Das Besondere an Terschelling ist, dass fast 80 Prozent der Insel unberührte Landschaft sind. Ganz einzigartig in De Boschplaat ist das echte Wüstenklima an den südlichen Hängen der Dünen. Karges Pflanzenwachstum, das aber alle Aufmerksamkeit verdient. Auf Terschelling gibt es auch besonders viele Schmetterlinge und neun Sorten Orchideen. Es stehen 250 Kilometer nicht asphaltierte Straßen zum Wandern, Erkunden und Radfahren zur Verfügung.
Amelands Geschichte geht Jahrhunderte zurück bis in die legendären Zeiten des Walfangs. Wal steht natürlich nicht auf den Speisekarten der Restaurants, aber frisch gefangener Fisch zählt zu den Spezialitäten der Insel. Mit 59 Metern Höhe ist die Leuchtbake bei Hollum eine der stärksten der Welt. Die Radtour mit diesem Ziel vor Augen ist was besonders, ansonsten hat man 90 Kilometer Radwege auf Ameland. Rehe gibt es hier übrigens auch, als einzige der Inseln kann Ameland damit aufwarten. Oerdklinkert ist eine 24 Meter hohe Düne, von der man ein unvergleichliches Panorama hat. Im April diesen Jahres gibt es noch ein besonderes Highlight: ein Classic Car Weekend. Die Autos, die an der Rallye teilnehmen, müssen alle zwischen 1948 und 1977 gebaut sein, also wahre Oldtimer.
Schiermonnikoog ist die kleinste der Inselgruppe, dafür aber 100 Prozent Nationalpark. Auch als der schönste Ort der Niederlande gewählt. Diese Insel hat tatsächlich den breitesten Strand Europas. Und eine riesige Vogelpopulation verschiedener Arten. Orchideen blühen hier und es gibt eine Sandplatte, auf der regelmäßig Seehunde zu sehen sind. Es gibt nur ein Dorf “Schiermonnikoog” auf dieser Insel, das 1760 erbaut wurde als Ersatz für Westerburen, das von der See zerstört wurde. Auch ist es möglich vom Festland nach Schiermonnikoog durchs Watt zu wandern. Die Rückfahrt kann man ja dann mit der Fähre machen.
Rottumeroog und Rottumerplaat sind die östlichsten der Inselgruppe. Rottumeroog ist unbewohnt seit der letzte Strandvogt 1965 die Insel verließ. Heute ist es ein bedeutender Rastplatz für Seevögel. Diese Insel verändert sich ständig durch die abtragende Strömung im Westen. Dafür bildet sich eine neue Insel an einer nahen Sandbank.



