Übersetzt heißt Reykjavik “Rauchbucht”. Diesen Namen verdankt es den dampfenden heißen Quellen. War die isländische Hauptstadt vor 100 Jahren noch ein kleines Fischerdorf, so ist sie heute zu einer Stadt mit rund 115.000 Einwohnern herangewachsen. Besiedelt wurde Island im 9. und 10. Jahrhundert von norwegischen und keltischen Einwanderern. Der erste Siedler soll Ingolfur Arnarson gewesen sein, der sich auf der Halbinsel, die das heutige Reykjavik bildet, angesiedelt hat. Da es selten wärmer als 20 °C wird, nutzen die Isländer jede Gelegenheit, die Sonne in einem der zahlreichen Straßencafés der Stadt zu genießen. Im Stadtgebiet Reykjaviks dominieren noch immer die bunten mit Wellblech verkleideten Holzhäuser, aber auch moderne Architektur ist zu finden. So ist zum Beispiel das Rathaus am Stadtsee aus Waschbeton und Stahl gebaut und die Fassade ist, da sie sich selbst überlassen wird teilweise mit Moos bewachsen. Auch kulturell hat die isländische Hauptstadt so einiges zu bieten. Neben zahlreichen Skulpturen, die das Stadtbild bereichern, gibt es 16 Museen, von denen das Hafnarhus das jüngste ist. Das Museum ist aus alten Lagerhallen entstanden, die vollständig entkernt wurden um zeitgenössischer Kunst Platz zu bieten. Am 15.01.2010 wurden hier gleich drei neue Ausstellungen eröffnet. 15.01.-21.02.2010: D15 Dodda –Maggý, 15.01.-14.03.2010: Erró – Astronauts, 15.01.-11.04.2010: Colorsynthesis. Im Kulturhaus Reykjaviks kann der Besucher stets wechselnde Ausstellungen zur Geschichte besuchen. Wer von der Kultur genug hat kann am extra aufgeschütteten Sandstrand der Stadt im beheizten Meerwasser oder in der Blauen Lagune baden. Das Wasser der Blauen Lagune hat einen so hohen Mineralgehalt, dass es gut gegen viele Hautkrankheiten hilft. Auf der ganzen Insel dienen die geothermischen Quellen zur Stromerzeugung und Warmwasserversorgung, dies ist mit ein Grund für den hohen Lebensstandard auf Island.
Sonntag, Januar 31st, 2010 | Author: admin
Category: Europa
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