Sind Sie schon einmal mit einer Seekuh geschwommen? In Florida ist dies möglich.
Hier ist da West Indian Manatee zu Hause. Die Verwandten der Elefanten mit Ihrem stromlinienförmigen Körper ernähren sich rein vegetarisch. Zu finden sind die bis zu 3 Meter langen und 600 Kilogramm schweren Tiere in den Kanälen, Flüssen und Meeresengen.
Der Bestand der überaus friedfertigen Tiere ist allerdings stark gefährdet. Auch wenn sie keine natürlichen Feinde haben, werden doch viele Tiere durch den zunehmenden Bootsverkehr getötet. Da die Tiere alle paar Minuten zum Atmen auftauchen müssen schwimmen sie meist dicht unter der Wasseroberfläche und sind so extrem gefährdet von Booten gerammt zu werden oder in die Schiffsschraube zu geraten.
Im Delta des Crystal Rivers in Mittel-Florida kann man aber mit Manatees schwimmen und schnorcheln. Die Seekühe sind sehr menschenfreundlich und lassen die Schwimmer dicht herankommen. Anfassen ist allerdings nicht erlaubt, und die Manatees haben auch immer Rückzugsgebiete, die für die Menschen tabu sind.
Wer lieber trocken bleiben möchte, kann die Tiere bei Silver Springs zwischen Orlando und Daytona vom Glasbodenboot aus beobachten. Anliegen dieses Seekuhtourismus sollte allerdings immer sein, die Sensibilität der Menschen gegenüber den Seekühen zu wecken und einen Beitrag zu deren Schutz zu leisten. Christoph Kolumbus soll die Manatees 1493 sogar für Meerjungfrauen gehalten haben.


