Der Kakapo in Neuseeland

Er ist wahrlich ein seltsamer Vogel, der neuseeländische Kakapo. Eine nachtaktive Papageienart, die das Fliegen verlernt hat, nachdem Neuseeland vom Urkontinent Gondwana abgetrennt war und es für den Kakapo keine natürlichen Feinde mehr gab.
Die liebenswerten Vögel, mit dem gelb-grünen Gefieder, können bis zu 60 cm groß und 4 kg schwer werden. Dank guten Futters und mangelnder Bewegung etwas pummelig geworden, bewegen sie sich im papageientypischen Watschelgang. Am liebsten laufen sie alleine über die Insel. Gab im 19. Jahrhundert noch mehrere Hundertausend, ist der Bestand inzwischen auf knapp 100 Tiere gesunken. Dies liegt daran, dass mit den ersten Siedlern auch Feinde für die Kakapos, in Form von Mardern, Hunden und Katzen, mit ins Land kamen. Diesen Feinden waren die flugunfähigen Vögel natürlich nicht gewachsen. Und dann haben sie auch noch ihre Schwierigkeiten in der Liebe. Möchte sich ein Männchen paaren, gräbt es eine Mulde als Schalltrichter, legt sich hinein und erzeugt mit Hilfe seiner Brustsäcke dumpfe Töne, die kilometerweit zu hören sind. Allerdings können die Weibchen die Töne zwar hören, aber nur sehr schwer orten, so dass sie nur mehr oder weniger zufällig auf einander treffen. Erschwert wird das Werben der Männchen auch dadurch, dass die Weibchen nur dann überhaupt zur Paarung bereit sind, wenn bestimmte Pflanzen reifen und die Nahrung für den Nachwuchs gesichert ist.

This entry was posted in Neuseeland and tagged , , . Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>