Wenn man in San Francisco Urlaub macht, gehört ein Besuch auf der Insel Alcatraz einfach dazu. Zwischen 1934 und 1963 wurden hier die gefährlichsten Verbrecher der USA untergebracht und das Gefängnis galt lange als ausbruchsicher. Berühmte Gefangene waren Al Capone und the “Birdman” Robert Stroud.
Auch in heutiger Zeit ist Alcatraz das wohl berühmteste ehemalige Gefängnis auf der Welt. Und immer noch ranken sich viele Geschichten um den Felsen in der Bucht von San Francisco.
Während des Bürgerkriegs im 19. Jahrhundert war Alcatraz eine Verteidigungsanlage und ein Militärgefängnis. Ab 1969 wurde die Insel von Angehörigen der indianischen Ureinwohner Amerikas besetzt. Dies war ein wichtiger Meilenstein in der Indianerbewegung. Auch wenn der Plan, die während der Zeit des Goldrausches für eine lächerliche Entschädigung enteignete Insel für die Indianer zurückzugewinnen, fehlschlug, so wurde mit der kurzzeitigen Eroberung doch ein Zeichen gesetzt. Die Öffentlichkeit wurde auf die Ungerechtigkeiten gegenüber den Ureinwohnern und die Diskriminierungen aufmerksam gemach und in der Folgezeit änderte sich tatsächlich einiges.
Heute ist Alcatraz, neben einem Anziehungspunkt für Touristen, ein Brutplatz für viele Seevögel und Heimat für viele seltene Pflanzen.



